Rückblick
Das erste Quartal 2026 stellte die internationalen Finanzmärkte vor ein vielschichtiges und zunehmend anspruchsvolles Umfeld. Zwar konnten die globalen Aktienmärkte zu Jahresbeginn zunächst an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen, doch wurde früh deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen verschlechterten. Solide wirtschaftliche Fundamentaldaten und anhaltende Wachstumsimpulse standen zunehmenden geopolitischen und geldpolitischen Unsicherheiten gegenüber. Breite Kursanstiege wichen einer volatileren Phase mit vorsichtigerer Positionierung und ausgeprägten sektoralen Verschiebungen, die schließlich im deutlichen Markteinbruch infolge der Eskalation des neuen Golfkriegs mündeten.
Makroökonomisches Umfeld und politische Belastungsfaktoren
Zu Jahresbeginn präsentierte sich das makroökonomische Umfeld vielerorts noch widerstandsfähig. In der Eurozone stützten höhere staatliche Ausgaben und rückläufige Energiepreise die Konjunktur. Die Inflation bewegte sich näher an das Ziel der Europäischen Zentralbank heran, was ein vergleichsweise stabiles geldpolitisches Umfeld und eine hohe Planungssicherheit für Unternehmen und Investoren begünstigte. Auch in den Vereinigten Staaten verbesserten sich die wirtschaftlichen Perspektiven nach einem verhaltenen Jahresabschluss. Sinkende Zinsen sowie weiterhin hohe Investitionen in Zukunftstechnologien, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, sorgten zunächst für Rückenwind.
Global zeigte sich damit ein Bild moderaten Wachstums, das jedoch zunehmend von politischen Faktoren überlagert wurde. Handels- und industriepolitische Maßnahmen sowie protektionistische Tendenzen, vor allem aus den USA, erhöhten die Nervosität an den Märkten. Die Kursentwicklung wurde weniger gleichmäßig und stärker von Stimmungsumschwüngen geprägt. Im Februar verschärfte sich die Lage zusätzlich, als eine Entscheidung des US Supreme Court bestehenden Zollregelungen die rechtliche Grundlage entzog und sich die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran weiter zuspitzten. Trotz dieser Belastungen blieben die konjunkturellen Signale zunächst überwiegend positiv. Unternehmensumfragen deuteten weiterhin auf Expansion hin, und in mehreren großen Volkswirtschaften mehren sich Hinweise auf nachlassenden Inflationsdruck.