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Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 08. – 12.06.2026

DAX
In der vergangenen Handelswoche fielen die deutschen Standardwerte um 1,4 %. In der letzten Woche hatten wir an dieser Stelle ausgeführt, dass es für die weitere Entwicklung des DAX entscheidend sein wird, ob es gelingen wird, das bisherige Allzeithoch bei über 25.500 Punkten nachhaltig zu überwinden. Am Anfang der letzten Woche überwogen noch die Kursgewinne, vor allem am Freitag trübte sich die Situation jedoch deutlich ein. Daher müssen wir den Blick aktuell auf die nächsten wichtigen Unterstützungen richten. Diese befinden sich in Form der 50-Tage-Linie bei 24.182 Punkten und knapp darunter bei der 200-Tage-Linie, die bei 24.178 Punkten verläuft. Solange diese Marken nicht nachhaltig unterschritten werden, kann die aktuelle Entwicklung als fortgesetzte Konsolidierung interpretiert werden.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der Vorwoche leicht um 0,3 %. Er schloss bei 50.867 Punkten. Am Freitag konnte er intraday mit 51.740 Punkten sogar noch ein neues Allzeithoch erreichen, ehe gute Arbeitsmarktdaten Gewinnmitnahmen auslösten und die US-Aktienmärkte stärker ins Minus drückte. Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft übertraf mit 172.000 neu geschaffenen Stellen die Erwartungen deutlich und erhöhte damit die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf 70 %. Betroffen war hiervon insbesondere der Technologiesektor und hier die Halbleiter-Aktien (-10,3 % am Freitag), die zuvor haussiert hatten. Eigentlich kam dieses nicht überraschend, denn selbst der S&P 500 hatte zuvor 9 Tage in Folge mit Kursgewinnen geschlossen. Eine Sektorrotation hin zu defensiveren Sektoren und hier insbesondere zu Finanztiteln ließ die Konsolidierung im Dow Jones vergleichsweise milde ausfallen, dennoch konnte der flache, steigende Widerstand bei 51.200 Punkten nicht nachhaltig überwunden werden. Zu Beginn der Woche scheint eine Gegenreaktion, gerade bei den Technologiewerten, nach oben möglich. Sie sollte sich aber noch nicht als nachhaltig erweisen, da die Indikatorenlage noch nicht im überverkauften Bereich notiert. Dafür scheint aus unserer Sicht weitere Konsolidierungsarbeit nötig. Wie in der Vorwoche sollte ein hohes Maß an optimistischer Spekulation an den Optionsmärkten das Aufwärtspotenzial begrenzen. Wir sehen deshalb bestenfalls Luft bis zur oberen Begrenzung des mittelfristigen Trendkanals, der sich aus den Verlaufshochs von November 2024 und Februar 2026 herleiten lässt. Dieser Trendkanal ist steigend und verläuft aktuell bei 52.023 Punkten. Ohne vorherige Konsolidierung halten wir ein Überwinden dieser Marke für sehr unwahrscheinlich. Aus unserer Sicht überwiegen zwar aktuell die Risiken, einen extremen Kursrutsch nach unten sehen wir aktuell jedoch auch nicht in den Charts, denn die Sektoren außerhalb von Technologie befanden sich bereits seit Mitte April im Konsolidierungsmodus. So sehen wir vorsichtig positive Divergenzen bei defensiven Sektoren, während diese an der Nasdaq noch nicht ersichtlich sind. Die nächste Unterstützung liegt beim bisherigen Allzeithoch vom Februar 2026 bei 50.241 Punkten. Weitere Unterstützungen folgen. Bis in den Bereich bei 48.759 Punkten sehen wir den Dow Jones gut abgesichert. Die 38-Tage-Linie verläuft bei 49.912 Punkten.

Einschätzung
Eine technische Reaktion nach oben erscheint durchaus realistisch und wäre wichtig, um strukturell weiterhin optimistisch für die Aktienmärkte bleiben zu können. Wir sehen die Konsolidierung noch nicht als ausgestanden an, insofern rechnen wir bestenfalls mit einer Gegenreaktion nach oben. Eine volatile Börsenwoche würde jedoch das Chance / Risiko-Verhältnis wieder positiver aussehen lassen.

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