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Neuigkeiten von der Fürst Fugger Privatbank: Technische Aktienmarktaussichten

Für die Woche vom 16. – 20.02.2026

DAX
Der DAX beendete die Woche bei 24.915 Punkten und legte im Wochenvergleich um 0,78 % zu, während der Euro Stoxx 50 um 0,22 % nachgab. Auf Einzeltitelebene führten Siemens Energy (6,64 % nach starken Quartalszahlen), Deutsche Telekom (6,51 % nach einem Gerichtsurteil im Netzstreit) und BASF (6,02 %) die Gewinnerliste an. Schwächer tendierten Heidelberg Materials (-12,51 %), Scout24 (-7,70 %) und Commerzbank (-5,44 %), was die hohe Spreizung in der Berichtssaison unterstrich. Im Wochenverlauf tastete sich der Index bis 25.239 Punkte vor, scheiterte jedoch an der runden 25.000er Schwelle und fiel am Freitag zeitweise bis 24.750 Punkte zurück. Die Bewegung wirkte weniger wie ein Richtungswechsel als wie eine normale Verschnaufpause nach dem Jahreshoch, denn zwischenzeitliche Erholungen wurden rasch wieder abverkauft. Unterhalb davon wartet als nächste Haltezone der Bereich um 24.400 Punkte, der in den vergangenen Wochen mehrfach als Orientierung diente. Oberhalb der runden Schwelle rückt das Jahreshoch bei 25.508 Punkten in Reichweite. Als tieferer Orientierungspunkt dient zudem die aus der 52‑Wochen‑Spanne abgeleitete Fibonacci‑Marke bei 23.852 Punkten. In der neuen Woche stehen die endgültigen Verbraucherpreise für Januar am Dienstag sowie die Erzeugerpreise am Freitag im Mittelpunkt. Unternehmensseitig berichtet diese Woche nur Airbus aus dem DAX-Universum.

Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 1,2 %. Er schloss bei 49.501 Punkten und rutschte somit wieder unter die 50.000-er Marke. Im Dow Jones waren die Finanzwerte schwach und es sind auch einige der Technologie-Riesen enthalten: Microsoft, Apple, Amazon und Salesforce, die den Dow Jones nach unten zogen. Der breite Markt hingegen war eigentlich robust, wie der Kursgewinn des S&P 500 equal weighted (gleichgewichtete S&P 500) in Höhe von 1 % verdeutlicht. Defensive Sektoren, wie Versorger und Energie waren gefragt. Die veröffentlichten Arbeitsmarktdaten waren robust, mit 130.000 neugeschaffenen Stellen und moderatem Lohnwachstum. Die Inflationsrate für Januar wurde etwas niedriger als erwartet veröffentlicht.  Charttechnisch bremste die obere Begrenzung des Aufwärtstrends, der sich aus den Hochpunkten von Ende Oktober, Mitte November und Anfang Januar ableiten lässt, in Verbindung mit der psychologisch wichtigen 50.000-er Marke des Dow Jones in der vergangenen Woche. Während es in den ersten Tagen der Handelswoche zunächst so aussah, als könne sich der Dow Jones an dieser steigenden Begrenzung entlanghangeln, so stellte sich ab Mitte der Woche zusehends Abgabedruck ein. Dies führte zu einem Bruch des bisherigen Allzeithochs bei 49.534 Punkten und am Freitag sogar zu einem Test der steigenden 38-Tage-Linie (aktuell bei 49.153 Punkten). Dort zeigten Marktteilnehmer Interesse an Zukäufen. Insgesamt gesehen war das Momentum in der vergangenen Woche viel schwächer als von uns erwartet, was als potenzielles Warnsignal interpretiert werden sollte. Märkte, die trotz markttechnischem Rückenwind nicht so richtig „in die Gänge kommen“ signalisieren einen nachlassenden Risikoappetit. Dies wird dann zum Problem, wenn die US-Märkte markttechnisch überhitzt sein werden. Insofern halten wir das Aufwärtspotenzial für klar begrenzt und rechnen nicht mit einer nachhaltigen Überschreitung des Intraday-Allzeithochs von 50.520 Punkten. Dies ist auch weitgehend deckungsgleich mit dem oben genannten Aufwärtstrend.

Einschätzung
Wir sehen das Aufwärtspotenzial aktuell als sehr begrenzt an. Die Märkte befinden sich mehrheitlich bereits im markttechnisch überkauften Bereich bzw. auf dem Weg dorthin. Ein Aufbau von Positionen zum aktuellen Zeitpunkt erscheint aus unserer Sicht deshalb nicht interessant. Wir empfehlen die Stopps nachzuziehen.

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